Achim von Arnim

Ludwig Achim von Arnim wurde am 26. Januar 1781 in Berlin geboren. Tragischerweise starb seine Mutter Amalie Caroline wenig später nach der Geburt. Sein Vater wollte sich nicht um die Erziehung von Achim und seinem zwei Jahre älteren Bruder Karl Otto (Pitt genannt) kümmern. Ihre Großmutter Karoline Maria Elisabeth Labes, Gutsherrin von Zernikow und verwittwete Fredersdorff, kaufte dem Vater für 1.000 Taler das Sorgerecht an den Enkeln ab. Achim und Pitt wuchsen auf dem Gut Zernikow auf. Achim von Arnim studierte in Halle, Göttingen und später in Heidelberg. Er knüpfte Kontakte zu Clemens Brentano, den Brüdern Grimm und J.W. Goethe. In Heidelberg schlug er seinem Freund Clemens Brentano vor, in einem „Wohlfeil[en] Volksliederbuch“ das mündliche Liedgut der Zeit zu dokumentieren. Das zwischen 1805 bis 1808 entstandene dreibändige Werk „Des Knaben Wunderhorn“ besteht aus 723 notenlosen Liebes-, Soldaten-, Wander- und Kinderliedern, welche die beiden für wertvoll und verbreitet hielten. Es war die erste umfassende Sammlung deutscher Volksliedsammlung. Goethe schrieb darüber: „Von Rechts wegen sollte dieses Büchlein in jedem Hause, wo frische Menschen wohnen, am Fenster, unterm Spiegel, oder wo sonst Gesang- und Kochbücher zu liegen pflegen, zu finden sein.“ Gustav Mahler vertone 24 der Wunderhornlieder. Achim von Arnim vermählte sich mit Bettina Brentano, wir kennen ihr Gesicht von den 5 DM Scheinen, und hatte mit ihr sieben Kinder. Am 21. Januar 1831 stirbt Achim von Armin auf dem vom Vater geerbten Gut Wiepersdorf. Seine Nachfahren erben auch das Gut Zernikow und lassen eine Brennerei, ein Sägewerk und eine Dorfschule errichten.