Zernikow liegt 10 Kilomter nordwestlich von Gransee. Zernikow liegt im Naturpark "Stechlin-Ruppiner Land" und wird durch das Landschaftsschutzgebiet "Fürstenberger Wald- und Seengebiet" umschlossen. Bemerkenswert sind die Alleen, die aus allen Richtungen auf den Ort zulaufen.
Die erste urkundliche Erwähnung Zernikows stammt aus dem Jahr 1365. Friedrich II. schenkte seinem Kammerherrn Fredersdorff 1740 das Gut Zernikow. Das Gutshaus wurde 1746 erbaut. Mit der Anlage von Maulbeeralleen wurde die Grundlage für eine Seidenraupenzucht gelegt. Eine Maulbeeralle in Richtung Burow ist aus dieser Zeit erhalten. Fredersdorff starb 1758 und seine Witwe vermählte sich mit dem Quedlinburgischen Geheimen Stiftsrat Freiherr von Labes, der den weiteren Ausbau des Gutes vorantrieb. Nach dem Tod ihres zweiten Ehemannes ließ die Witwe eine Grabstätte bauen, die als Fredersdorff'sches Erbbegräbnis zu besichtigen ist.
Zernikow, zusammen mit den Ortsteilen Altglobsow, Burow und Buchholz, war bis 1998 eine eigenständige Gemeinde. Seitdem gehört Zernikow zur Gemeinde Großwoltersdorf. Die AQUA Zehdenick GmbH als Pächterin des Gutshofes entwickelt im Rahmen von Arbeitsbeschaffungs- und Qualifizierungsmaßnahmen die touristischen Nutzungsmöglichkeiten der Anlage.
Quellen: Angaben zur Geschichte aus verschiedenen Presseartikeln, Archiv des Amtes "Gransee und Gemeinden"